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Verabschiedung von Kaplan Reder aus der Pfarrei Hl. Kreuz, Hausen und St. Joachim und St. Anna, Kleinbrach

Nach seinem letzten Gottesdienst in Hausen verabschiedete die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gabriele Müllen Kaplan Reder aus unserer Pfarrei.
Dazu hier ein paar Bilder und ein Auszug ihrer Rede:
"Lieber Kaplan Reder!
Kennen sie auch diese Tage, an denen man genau weiß was auf einen zukommt, man aber fast kindlich davor die Augen verschließt in der Hoffnung, dem ganzen auszuweichen? Heute ist so ein Tag: Nach drei Jahren trennen sich nun unsere Wege und es heißt Abschied nehmen.
Beim Abschlussgottesdienst in Bad Kissingen sagten sie, der Tag stand fest an dem sie wieder gehen müssen.
Ja, es war uns allen von Anfang an bewusst, dass ihr Wirken hier auf einen klar definerten Zeitraum begrenzt ist. Doch keiner konnte ahnen wie schwer es sein wird, sie gehen zu lassen.
Als sie im September 20014 zu uns kamen, war ihr erser Einsatz, noch vor der offiziellen Einführung in die Pfarrgemeinschaft, unsere Kreuzbergwallfahrt. Im nachhinein betrachtet war dieser erste Weg hinauf zum Kreuzberg bezeichnend dafür was in diesen drei Jahren auf sie zukommen sollte. Auf unserem Weg gab es leichte Passagen, Strecken des Durchhaltens, anstrengende steile Aufstiege, und 2014 kam noch kräftiger Regen hinzu. In einem Kinderlied heißt es: "Es regnet, Gott segnet ....." und sie waren ein Segen für uns.
In ihrer Dienstzeit gab es leichte Passagen nur ganz zu Beginn und zum Ende hin. Daazwischen lag ein steiniger schwerer Weg, mit heftigen Anstiegen durch mehrere Vakanzen in der Pfarreiengemeinschaft bis hin zur Vakanz des Stadtpfarrers.
Zuzsätzlich standen hier in Hausen noch große finanzielle und bauliche Maßnahmen an. Nachdem die Sanierung von Dachreiter und Glockenstuhl der Hl. Kreuz-Kirche dank ihres unermüdlichen Einsatzes so gur abgeschlossen wurde, dachten wir, damit es nicht langweilig wird, renovieren wir doch auch gleich noch das Pfarrheim. Doch des Guten immer noch nicht genug, haben sie auch noch Zeit für unzahlig viele andere Aufgaben gefunden. Wie zum Beispiel für unsere Ministranten, dem gestalten von Blumenteppichen an Fronleichnam und auch noch beim Kirchenputz mitzuhelfen, um nur einige wenige zu nennen.
Ich weiß nicht, wie sie es trotz alledem geschafft haben, aber sie haben es um ein vielfaches mehr geschafft ihrer Berufung als Priester und Seelsorger gerecht zu werden. In Zeiten der Unsicherheit und Veränderungen, die auch vor der katholischen Kirche nicht halt machen, waren sie unser Fels in der Brandung!
So war jeder Gottesdienst mit ihnen eine Auszeit vom hektischen Alltag, Zeit um zur Ruhe zu kommen, Seelenzeit.
Vortrefflich waren ihre Predigten, Mut machend und bestärkend, aufrüttelnd und kritisch neue Perspektiven eröffnend.
Es gibt Menschen auf dieser Welt, die geben mit Worten und Gesten so viel Wertvolles in einem Augenblick, das schaffen andere ihr ganzes Leben lang nicht. Sie lieber Kaplan Reder waren für uns so ein Mensch! Wir alle sagen von ganzem Herzen "Danke und Vergelt´s Gott!"
Für ihren Neuanfang wünschen wir ihnen alles Gute und Gottes Segen!
Sie werden uns erst einmal aus den Augen verlieren, aber damit sie uns nicht ganz aus dem Sinn verlieren, habe ich ihnen ein Fotoalbum mit Bildern zusammengestellt, die von ihrer Zeit hier in Hausen und Kleinbrach erzählen. Was natürlich nicht fehlen darf ist unser Wallfahrer-Kreuz, weil im Kreuz vertrauen wir die Vergangenheit Gottes Gnade an, die Gegenwart seiner Liebe und die Zukuinft seiner Fürsorge!"

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