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Hausgottesdienst für den 29. November 2020 - 1. Advent -
1. Sonntag im Jahreskreis B

Allmächtiger Gott, du hast dich in Jesus uns zugewandt und ihn mit Leben und Herrlichkeit gekrönt

zusammengestellt von Diakon Christoph Glaser

Vorbereitung:
Ruhigen Platz suchen,
Adventskranz,
Kerzen/Feuerzeug und
Gotteslob bereitstellen; evtl. eigene Bibel

 Bei Gott ankommen:
Lied: GL 218 „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ oder ein anderes Adventslied

 Kreuzzeichen
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen“

 Gedanken zu Beginn:
Ein neues Kirchenjahr hat begonnen, wir feiern den Ersten Adventssonntag. Die Adventszeit ist eine Zeit der Kerzen – auch und gerade außerhalb der Kirchen. So wollen wir die Vorbereitung auf Weihnachten beginnen mit der Segnung unseres Adventskranzes. Wie das Licht der Kerzen auf dem Adventskranz heller wird, so rückt das Fest der Geburt Jesu Christi näher.
Und ihr wachsendes Licht will uns auch an die Liebe erinnern, die wir den Menschen erweisen sollen, wie Jesus es sagt: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Bitten wir Gott um seinen Segen.

 Segnung von Kranz und Kerzen
V Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.
Du hast alles erschaffen, denn du bist die Liebe und der Quell des Lebens.
Wir loben dich.
A Wir preisen dich.
V In deinem Sohn schenkst du uns Licht und Leben. Wir loben dich.
A Wir preisen dich.
V Dein Geist erleuchte unsere Herzen, damit wir erkennen, zu welcher Hoffnung wir berufen sind. Wir loben dich.
A Wir preisen dich.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
A Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen 

Gebet:
Gott, du hast deinen Sohn als Licht in die Welt gesandt. Segne diesen Kranz und diese Kerzen. Sie mögen uns in den Tagen des Advents an Jesus Christus erinnern, der jeden Menschen erleuchten will. Wie wir an jedem Sonntag ein neues Licht an diesem Kranz entzünden, so lass uns in der Liebe Christi wachsen. Mache uns bereit für sein Kommen und wachsam für den Tag seiner Wiederkunft. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Lied:
GL 223,1 „Wir sagen euch an“

Gott hören und verstehen:

Evangelium:
Mk 13,24-37 od. Mk 13,33-37 (Kurzfassung)

Impuls:
Wir alle haben schon viele Adventszeiten erlebt. Oft mit dem Vorsatz: Dieses Jahr lässt du den Advent ruhig angehen, um Zeit für das zu haben, um was es wirklich geht: Gott will ankommen und diese Welt in eine neue Zukunft führen. Sind wir bereit?
Der Satz, der vom heutigen Evangelium wohl am meisten haften bleibt, ist: „Seid wachsam!“ Er ist gesprochen hin auf den „Hausherrn“, der kommen wird, ohne dass wir sagen können, wann das sein wird. Warum aber sollen wir wachen?
Weil Gott Raum finden will in unserem Leben. Er will ankommen - gerade in diesen Tagen.
Deshalb schenkt er uns immer wieder Zeiten des Advent, der Einkehr und Besinnung, in denen wir wachsam - sagen wir vielleicht besser: aufmerksam – in uns gehen und uns fragen:
Wo stehe, wohin will ich und wie weit bin ich auf dem Weg dorthin schon vorangekommen?
Wenn wir diese Zeiten nützen, sie nicht vollstopfen mit Dingen, von denen wir selber meinen,
sie seien wichtig oder es uns von anderen einreden lassen, wenn wir still werden, damit Gott zu uns und in uns reden kann, dann ist Gott schon am ankommen und wir werden spüren, dass wir im Glauben Fortschritte machen.
Obwohl das Reich Gottes ja schon mit Jesus Christus begonnen hat und längst unter uns ist, wirken die Worte des heutigen Evangelientextes warnend, denn es geht um nicht mehr und nicht weniger als eine neue Wirklichkeit. Wir alle haben in unserem Leben schon mehrere neue, kleine Zeitabaschnitte durchlebt: Kindergartenzeit, Schulzeit usw. Und darauf wurden wir jeweils vorbereitet: Der Kindergarten bereitete uns auf die Schule vor, die Schule aufs Leben, die Fahrschule auf den Straßenverkehr usw.
Die Worte Jesu im heutigen Evangelium sind daher weniger Warnung (genauso wie die Schule nicht vor dem Leben warnt), als vielmehr eine wohlmeinende Bereitung auf das Kommen des Reiches Gottes: Ordne dein Leben, sei wachsam.
Und ganz sicher dürfen wir uns sein: Gott will, dass unser Leben gelingt und dass wir glücklich werden, nicht nur für kurze Zeit, sondern auf ewig!

 Gott danken und Fürbitte halten:

Lied:
GL 233 „O Herr, wenn du kommst“

Fürbitten:
Gott, unser Vater, du schenkst uns diese Tage des Advents als eine Zeit der Besinnung und Freude. Im Vertrauen auf deine Güte bitten wir dich:

  • Erhalte und stärke in allen Getauften die Sehnsucht nach dem Kommen deines Reiches. Gott, unser Heil ...
  • Hilf, dass die Kranken und alle, die einsam sind, Zuwendung und Freundschaft erfahren. Gott, unser Heil ...
  • Lass auch die Überarbeiteten und Gehetzten in diesen Wochen heilsame Ruhe finden. Gott, unser Heil ...
  • Wecke in allen, die zerstritten und verfeindet sind, die Bereitschaft, nach Frieden und Versöhnung zu suchen. Gott, unser Heil ...
  • Nimm unsere Verstorbenen hinein in die Freude des Lebens bei dir.

Gott, unser Heil ...
Guter Gott, du bist allen nahe, die zu dir rufen. Wir danken dir für die Zusage deiner Gegenwart in unserem Leben und für die Verheißung, dass du die Welt vollenden wirst in deinem Sohn Jesus Christus. Durch ihn preisen wir dich heute und in Ewigkeit.
Alle unsere Anliegen nehmen wir mit hinein in das Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat:

Vater unser

Gebet:
Gütiger Gott, voll Freude erwarten wir das Fest der Geburt Jesu, deines Sohnes: Er macht hell, was in unseren Herzen dunkel ist. Er kann trösten, wo wir traurig sind. Lass uns spüren, dass er uns nahe ist. Gib uns die Kraft, selbst aufzubrechen und ihm entgegenzugehen, Christus, unserem Bruder und Herrn. Amen.

Zu guter Letzt:
Papst Johannes XXIII hat eine kleine Schrift verfasst: Zehn Gebote der Gelassenheit. Aus diesen Geboten möchte ich Ihnen ein zum heutigen Evangelium passendes mitgeben: „Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit.“ 

Segen

 

Ich wünsche Ihnen/Euch allen einen frohen und gesegneten 1. Advent,

Christoph Glaser, Diakon

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