header

Herzlich willkommen auf der Homepage der Pfarreiengemeinschaft
Jesus - Quelle des Lebens Bad Kissingen


 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,


Sich Zeit nehmen

Kaum etwas ist so verschieden, wie das Zeitmaß, in dem jede und jeder von uns sich entscheidet und handelt. Für den eher langsamen Menschen geht vieles zu schnell und zu hastig. Und der Schnellere ärgert sich über Trödelei und verlorene Zeit. „Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.“ So lautet eine Definition von dem US-amerikanischen Physiker John Archibald Wheeler (1911-2008).

Die Physik fragt, wann genau etwas geschieht und wie viel Zeit zwischen zwei Ereignissen verstreicht. Deswegen wurden die Uhren erfunden.
Mittlerweile müssen wir die meisten von ihnen nicht mehr stellen. Alles geht automatisch. Ein Vor- oder Nachgehen gibt es nicht mehr. Exakt wird jede Sekunde gezählt und damit lassen sich Ereignisse datieren und Zeitintervalle messen. Letztlich bleibt aber die Frage, warum es Zeit gibt, unbeantwortet.

Als ewiges Rätsel beschäftigt das Phänomen Zeit die Natur- und Geisteswissenschaften. Der Kirchenlehrer Augustinus muss über die Zeit
bekennen: „Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es, will ich es aber einem Fragenden erklären, weiß ich es nicht“.

  • 2021 09 UhrFür was nehmen Sie sich Zeit?
  • Was ist Ihrer Meinung nach Zeitverschwendung?
  • Wo bleibt für Sie die Zeit stehen?
  • Haben Sie Zeit?


„Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“. Dieses Zitat aus dem alttestamentlichen Buch Kohelet ist bekannt. Mit sehr
einfachen Worten wird beschrieben, wie es ist. Irgendwann kommt eine bestimmte Zeit und dann geschieht es. Was auch immer.
Gerade leben wir in einer von der Pandemie geprägten Zeit. Wir denken sehnsuchtsvoll an die alten Zeiten zurück und wünschen uns wieder normale Zeiten.

Auf ein Wort
Und dennoch sind wir mitten drin ... in dieser Zeit ... jetzt. Ich wünsche Ihnen, die Zeit jetzt zu leben, und nicht auf andere oder
bessere Zeiten zu warten. In einem neuen geistlichen Lied lautet der Refrain: „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde. Heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn er kommt.“
Nehmen Sie sich die Zeit, die sie brauchen.

Ihr Seelsorger Dirk Rudolph

 

Auf den Spuren von Kardinal Julius Döpfner

Auf den Spuren von Kardinal Julius Döpfner Wanderung mit Gottesdienst im Freien am 24.10.2021 ...

Caritas - Haussammlung

Im Geiste der großen Caritas-Heiligen Elisabeth von Thüringen und Vincenz von Paul engagieren sich die Kirchengemeinden für die sozialen Belange vor Ort - unter anderem mit der großen Caritas- ...

Pfarrbrief

Gemeinsamer Pfarrbrief des künftig Pastoralen Raumes Bad Kissingen für Augsut und September 2021 ...

Glosse

„Wie hat's geschmeckt?“

 

Seit anfang Juni war ich auf „Erstkommuniontournee“ durch den Pastoralen Raum. Das letzte Erstkommunionfest war am 25. Juli in Eltingshausen. Coronabedingt und wegen des kleinen Altarraums sind die Kommuionkinder nach und nach zusammen mit ihrer Familie „nach vorne“ zur Kommunion gekommen.

Bei einem Kommunionmädchen waren auch die zwei jüngeren Geschwister dabei. Da gibt es immer diesen sehnsüchtig-traurigen Blick, wenn sie leer ausgehen; zumindest gesegnet werden sie immer.


Als dann die „große Schwester“ zusammen mit den Eltern kommuniziert hatte und das Heilige Brot, den Leib Christi, gegessen hatten, schaute sie ihr jüngerer Bruder an und fragte sie: „Wie hat's geschmeckt?“ Die Antwort kam prombt: „Gut!“

Alle, die ganz nahe dabei waren, konnten uns ein Schmunzeln nicht verkneifen; und ich muss immer noch über diese Szene lächeln.Brot

Dabei ist es ja ganz einfaches Brot, aber anscheinend konnten wir die Kinder doch etwas auf den Geschmack der Liebe Gottes bringen.

Ihr Bruder ist ja auch in ein paar Jahren eingeladen, selber zu testen, wie das schmeckt, bei seiner Erstkommunion.

Wenn es in einem alten Lied heißt „o süße Seelenspeise“, dann darf auch ich vielleicht wieder neu ganz bewusst bei meiner nächsten Kommunion mir die Liebe Jesu wirklich schmecken lassen; und wenn ich durch Gottes Geist selber gewandelt ein genießbarer Mensch bin und als Christ selber zum Brot für andere werde, ja vielleicht bringe ich andere auf den guten Geschmack unseres Gottes und Glaubens. Geschmacklosigkeiten gibt es leider mehr als genug.

 

Gerd Greier, Pfarrer

 

Impuls

­