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Johannesevangelium 12,1-11
Am Montag der Karwoche begegnet uns wieder Lazarus. Der von den Toten Auferweckte mit seinen beiden Schwestern Maria und Marta. Jesus ist bei den Geschwistern, seinen Freunden, zu Gast in Betanien. Es heißt, sie bereiteten ihm ein Mahl und „Marta bediente“. Ja, sie ist wieder diejenige, die sich um das leibliche Wohl der Gäste sorgt. (s. Lukas 10,3842) Und Maria ist wieder diejenige, die Jesus zu Füßen sitzt. Jetzt aber kommt etwas Außergewöhnliches hinzu: „Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl (wird aus der Wurzel der indischen Nardenpflanze gewonnen), salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.“
Man spürt förmlich die fragenden und irritierenden Blicke der anderen Gäste im Raum. Wie kann „Frau“ so etwas tun? Judas spricht es schließlich aus. Warum muss ein so wertvolles Öl so verschleudert werden? Man hätte es verkaufen können und die dreihundert Denare an die Armen geben können. Für dreihundert Denare musste zur damaligen Zeit ein Tagelöhner zehn Monate arbeiten. In Wirklichkeit ging es Judas natürlich nicht um die Armen, sondern einzig und allein um das Geld. Diese Schwäche wird ihm noch zum Verhängnis werden.
Blicken wir zunächst auf Maria: Für sie kann das Öl nicht wertvoll genug sein für ihren guten Freund Jesus. Maria verehrt mit dieser Geste Jesus liebevoll als messianischen König. Für Maria ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Liebesdienst für Jesus. Und nichts ist in diesem Moment wichtiger. Nur die Begegnung, die Berührung und die Zärtlichkeit zwischen ihr und Jesus. Sie spürt die Blicke der anderen Gäste nicht, die Konzentration liegt in ihren Händen und seinen Füßen. Liebe – und sonst nichts.
Und Jesus … er lässt es zu, wahrscheinlich schweigt er … und genießt. Liebe – und sonst nichts. Später im Abendmahlssaal wird er es sein, der anderen dient, der anderen einen Liebesdienst erweist.
Jesus weiß aber, dass er die Geste Marias zulassen muss. Deshalb erwidert er Judas: „Lass sie doch! Maria hat damit nur die Salbung für mein Begräbnis vorweggenommen.“ Das, was für Maria der Liebesdienst für einen König ist, ist in Wahrheit die vorweggenommene Salbung eines Todgeweihten.
Eine denkwürdige Botschaft am Beginn der Karwoche, die Salbung Jesu in Betanien.
Gedanken / Gebet zum Tag
Jesus, wie Maria möchte ich zu deinen Füßen sitzen.
Lass mich da sein bei dir.
Berühre mich.
Jesus, du mein König, regiere mein Leben.
Fülle mein Leben – mit Dir.
Amen
Gerade in diesen Zeiten spüren wir, wie schmerzlich es ist, andere geliebte Menschen nicht berühren zu können. Aber warum nicht sich selbst einmal etwas Gutes tun?
Nur wer sich selbst liebt, wird anderen Liebe schenken können.
Deshalb noch ein leib-freundlicher Tipp:
Massieren Sie doch ihre Füße mal mit einem gut riechenden Öl – und vielleicht denken Sie dabei noch einmal an das heutige Evangelium.
Gemeindereferentin Regina Bühner

Auch wenn kein Gottesdienst in der Kirche ist,

viele Kirchen sind passend gestaltet.

DANKESCHÖN und Vergelts Gott an alle 

Künstlerinnen und Künstler.

Hier eine Impression vom Palmsonntag.

Kirchen Palmsonntag 2020 Palmsonntag 2020 II

die österlichen Tage folgen.

 

Also lohnt sich ein Besuch ... !

Palmsonntag im Pfarrhaus

Am Palmsonntag, wie an den Sonntagen zuvor haben die drei Bad Kissinger Priester aus der Hartmannstraße für die Mensche im Pastoralen Raum gebetet und die Messe gefeiert.

Diesen Sonntag ging es auf der Terrasse vom Pfarrer Greier los, Segnung der Palmzweige ... auch das Weihwasser wurde in ALLE vier Himmelsrichtungen zu den Menschen in den Häusern und Straßen versprengt. Mit Weihrauch ging es dann durch das Haus in die Wohnung von Pfarrvikar Michael Schmitt, dort feierten die drei zusammen die Messe und hatten natürlich viele Menschen gedanklich im Herzen dabei, was auch im Gebet immer wieder Anklang fand.

Mit dem Herrn wieder neu in sich, ging es wieder auf die Terrasse wie die Sonntage zuvor, damit mit dem Kirchen läuten um 11 Uhr sich die Seelsorger mit den Menschen im Gebet und Segen verbinden.

Diesen Segen sendeten Gerd Greier, Matthias Karwath und Michael Schmitt zu den Menschen, dies tun sie auch in den kommenden österlichen Tage,

dies ist so sicher wie das AMEN in der Kirche.

Ja, WIR beten mit- und füreinander.

Bleiben sie behütet, gesegnet und gesund.

Ihr Seelsorger aus dem Pfarrhaus in Bad Kissingen

Palmsonntag 2020  

 

Auch in diesem Jahr bitten die deutschen Bischöfe zum Palmsonntag am 5. April 2020 um Spenden für die Christen im Heiligen Land. Die bedrückende Situation vieler Christen in der Region wird durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiter massiv belastet. Mit den Einnahmen aus der Spendenaktion werden pastorale Projekte, sozial-caritative Vorhaben und Bildungsprogramme der Kirchen unterstützt. Darüber hinaus engagieren sich der Deutsche Verein vom Heiligen Lande und das Kommissariat des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz, die die Mittel aus der Palmsonntagskollekte erhalten, auch in den angrenzenden Ländern des Nahen Ostens mit Seelsorge- und Sozialprogrammen.

In diesem Jahr wird die Kollekte nicht in den Gottesdiensten stattfinden können. Mit Sorge blicken die Bischöfe daher auf die Folgen der ausfallenden Sammlungen. „Die Christen dort sind noch deutlich mehr als bisher auf unsere Hilfe angewiesen. Das Heilige Land braucht gerade jetzt unsere Solidarität. Die deutschen Bischöfe rufen die Katholiken in Deutschland deshalb zu einer großherzigen Spende auf“, so Erzbischof Schick.

Hinweis: Die Bischöfe bitten darum, Spenden direkt dem Deutschen Verein vom Heiligen Lande und dem Kommissariat des Heiligen Landes der Deutschen Franziskanerprovinz zukommen zu lassen. Die Kontoverbindung des gemeinsamen Sonderkontos lautet: Deutscher Verein vom Heiligen Lande, IBAN: DE13 3706 0193 2020 2020 10, Pax-Bank,Stichwort: Spende zu Palmsonntag.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite www.palmsonntagskollekte.de, die von beiden Einrichtungen gemeinsam unterhalten wird.

Liebe Leserinnen und Leser,

zum 5. Fastensonntag gehört die Tradition die Kreuze zu verhüllen.5Fastenso

 Es geht auf die Dramaturguie der Heiligen Woche zu.

 Am Karfreitag wird es enthüllt.

Das Fasten mit den Augen soll uns das schon zu vertraute und fast gewöhnliche Kreuzzeichen neu sehen lassen.

Zur Zeit ist unser Leben auch sehr eingeschränkt - Gewohntes, Vertrautes geht und gibt es nicht mehr.

Vielleicht liegt darin die Chance, manches wieder neu zu sehen und zu schätzen.

 Ich überlege, ob ich Zuhause jetzt auch ganz bewusst ein Kreuz verhülle.

 Vielleicht nehme ich mir bewusst Zeit, vor dem verhüllten Kreuz nachzudenken - über Gott, über die Welt, über diese so andere Zeit, über mich und mein Leben, meine Fragen, meine Ängste, meine Hoffnungen und Sehnsüchte….

  • Ich will beten für alle - besonders für alle, die gerade mitten in einem Drama sind (was auch immer).
  • Ich rufe jemanden ganz bewusst an, um zu hören, wie's geht und so für andere dazusein.
  • Ich gebe eine Spende an das kirchliche Hilfswerk Misereor, die das ganze Jahr Menschen beistehen, deren Leben dramatisch ist (schon vor der jetztigen Krise).
  • Ich hoffe, dass wir unser Leben überdenken, manches anders sehen lernen und anders handeln.

 Seid behütet - und auf der Hut:

 Gerd Greier, Pfarrer

 P.s.: Nicht vergessen: Noch gibt es die Zeitumstellung:

Eine Stunde vor - in der Nacht von Samstag auf Sonntag:

Eine Stunde wird so diese Ausnahmezeit verkürzt -

eine Stunde rückt das Leben danach vor…

sehen wir's mal positiv!

Impuls_5_Fastensonntag.pdf

Newsletter in dieser besonderen Zeit…

… in dieser besonderen und für uns alle ungewohnten Zeit habe ich mich entschlossen, den Newsletter mit aktuellen Informationen ein– oder zweiwöchentlich zu erstellen und zu verschicken.

Es gibt in unseren beiden Dekanaten viele Angebote und Ideen, Hilfen und Impulse, wie wir mit dieser besonderen Zeit umgehen können. Diese möchte ich hier veröffentlichen - sofern sie mir bekannt sind.

Wenn Sie Informationen, Hilfen, ...

Blume

https://kg.main-franken-katholisch.de/

Sonder-Newsletter_1.pdf

 

Zuhause bei sich sein - Ein (noch) ungewohntes Phänomen unserer Zeit

"Wir bleiben zuhause" - "Stayhome - Flatten der curve" -

"Wir bleiben für euch da - bitte bleibt ihr für uns zuhause"

So klingen die Motivationssätze, die in den Netzwerken kursieren und Menschen gegenseitig daran erinnern, die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten. Zuhause bleiben, Kontakte verringern oder ganz meiden usw. hat immense Auswirkung, finanzieller wie auch sozialer Art, im positiven wie im negativen Sinn.

 Erfreulich war es in der vergangenen Woche für eine Pfarrsekretärin unseres Pastoralen Raums: "Ich habe alle Leute auf Anhieb erreicht, um ihnen die Informationen weiterzugeben. Wie gut, dass jetzt gerade alle zuhause sind!"

Zuhause sein, ein zuhause haben und sich dort wohl fühlen ist lebensnotwendig. Das wird uns gerade mehr denn je bewusst. Doch es stellt uns auch vor so manche Herausforderung:

- weil sich die Partner oder die Familie nur bedingt aus dem Weg gehen kann,

- weil die "vier Wände" auf einmal so kahl oder chaotisch, viel zu klein und beengend wirken,

- weil einem "die Decke auf den Kopf zu fallen" scheint,

- weil die Stille wie ein beklemmendes Gefühl wirkt und keine Antwort gibt,

- wohin mit all den Gefühlen, Gedanken, die aus wortreichen Gesprächsfetzen oder den sich ständig veränderten Nachrichten und Vorgaben nachwirken?

- die Sehnsucht nach Abwechslung, nach den Freunden und geselligen Abenden in der Kneipe oder im Biergarten wächst

- ....

Warum nur fällt es so schwer, daheim zu sein und daheim zu bleiben?

In normalen Zeiten wünschen wir uns ab und an nach einer Zeit, in der wir einfach mal zuhause bleiben könnten. Jetzt erscheint es gar unerträglich.

Normalerweise sind wir auch nur eine begrenzte Zeit zuhause - und dann meist auch mit Alltäglichem beschäftigt:

zum Essen und Schlafen, zum Organisieren des Familienalltags, zum Schreiben von Einkaufszetteln, zum Lesen eines Zeitungsartikels, zum Ausruhen auf der Couch und sich berieseln lassen vom Fernseher, zum Umpacken der Arbeits- oder Reisetasche, zur Mitahme der Sporttasche, um beim Yoga endlich zur Ruhe zu finden ....

Also, eigentlich sind wir daheim - und doch nicht daheim. Gedanklich noch im Tagesgeschäft oder total platt davon, auf dem Sprung zu einer Abendveranstaltung, dem Freizeitprogramm, ...

Nun heißt es: daheim ist daheim. Hier wird gearbeitet und gelernt, gekocht und gegessen, gechillt und die Langeweile vertrieben. Hier werden Gespräche geführt und es kommen unerwartete, bisher unbekannte Themen auf den Tisch. Hier ist man auf einmal mit Dingen konfrontiert, mit dem was tief in mir und in meinen Mitbewohner Platz genommen hat, was immer mitschwingt und - auch unbewusst - beeinflusst. Hier kommen nun innere Wünsche, Sehnsucht, Sorgen und Ängste ans Licht und wollen angeschaut, besprochen, verarbeitet werden.

So etwas kenne ich von Exerzitien - und bin dann dankbar, das Gespräch mit Geistliche*n Begleiter*in führen zu dürfen. So ist wohl auch diese Corona-Zeit eine Form vom "Exerzitien im Alltag"- jedoch unter anderen Vorzeichen!?

Wenn wir also die Zeit des Daheimseins nutzen wollen, bietet sich darin eine Chance, mit dem Grund unseres Daseins in Berührung zu kommen und die Grundfeste zu stabilisieren - wie der kluge Mann, der sein Haus auf Fels statt auf Sand gebaut hat (vgl. Mt 7, 24-27). Dieser Grund, der "ich bin der, ich bin" (Ex 3,14) ist ganz präsent und doch unscheinbar, aufmerksam und zugewandt. Sein Dasein tut gut und bietet uns ein gutes Beispiel für unser Dasein in uns selbst und in unseren häuslichen Gemeinschaften.

Dann wird hoffentlich gelingen, was im Buch der Sprichworter steht: "Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, durch Umsicht gewinnt es Bestand. Durch Klugheit werden die Kammern gefüllt mit allerlei wertvollen, köstlichen Gütern. (Spr 24,3-4)"

Und wenn Sie dabei jemanden brauchen, um Gedanken und Gefühle zu sortieren, sich über den tragfähigen Grund bewusst zu werden, dann melden Sie sich bei einem Seelsorger/ einer Seelsorgerin. Wir sind für sie da - über Telefon oder Mail erreichbar!

Ein gutes Daheimsein wünscht Ihnen Barbara Voll,

Gemeindereferentin im Pastoralen Raum Bad Kissingen

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Daheim

Daheim fühlen

an einem Ort

braucht seine Zeit

Daheim bleiben

für andere

ist zur Zeit nötig

Daheim sein

bei sich

ist eine wertvolle Zeit

Daheim ankommen

bei Gott

steht am Ende der Zeit.

Barbara Voll

Daheim_sein_-_ein_Phänom.pdf 

Am Mittwoch, 25. März, feiern wir das Hochfest der Verkündigung des Herrn:

Engelsbotschaft

"Ein Bote kommt, der Heil verheißt und nie Gehörtes kündet. 

Die neue Welt aus Gottes Geist wird in der Welt gegründet.

Gott selber kommt den Menschen nah; 

Maria aber gibt ihr Ja. Das Wort wird unser Bruder." 

(Gotteslob Nr. 528 - auch die weiteren Strophen eignen sich zum Beten/Singen und Meditieren).

Ja, in neun Monaten ist schon wieder Weihnachten.

Da passt zum Gebetsläuten früh, mittags und abends besonders das Gebet des "Engel des Herrn" (im Gotteslob steht es unter Nr. 3, 6).

Papst Franziskus lädt an diesem Tag ein, miteinander weltweit sich zum Gebet zu Vernetzen und er wird am FREITAG um 18:00 auch den Segen "Urbi et orbi" "Der Stadt und dem Erdkreis" spenden, mit dem eine Generalabsolution verbunden ist - eine gute Möglichkeit, für alle, die in diesen österlichen Tagen auf das persönliche Sakrament der Versöhnung (die Beichte) leider verzichten müssen.

Zur inneren Vorbereitung kann man im Gotteslob ab Nr. 599 Hilfen finden zur Gewissenserforschung.

In der Stadtpfarrkirche Herz Jesu/Bad Kissingen werden die Glocken mittags zusammenläuten, um an das Hochfest, das gemeinsame Gebet und dem Segen des Papstes zu erinnern.

Verkündigung_des_Herrn.pdf

Gedanken von Pfarrer Gerd Greier zur „Sonntagspflicht“ und zur „Sonntagssehnsucht!“

Bischof Dr. Franz Jung hat für die Katholiken im Bistum Würzburg bis zum 19. April die Sonntagspflicht ausgesetzt!“ so wurde es am 13. März veröffentlicht - und da war noch nicht abzusehen, wie die momentane Lage sich verschärft und verschärft wird: Verbot von öffentlichen Gottesdiensten und Ausgangsbeschrenkungen.

Beim ersten mal Hören und Lesen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Ach, die gibt’s ja noch, die Sonntagspflicht!“ Natürlich wusste ich das; dachte aber bei mir: Jetzt können die 90 %, die sowieso nicht mehr kommen (aus verschiedenen Gründen) mit ruhigem Gewissen daheim bleiben und jetzt auch der „Heilige Rest“ (wobei „heilig“ zeigt sich nicht nur am Kommen zur Kirche, von daher gibt es bei den 90 % und bei den 10 % „Heilige“ und „Nicht-So-Heilige“.

Warum sprechen wir nicht von der „Sonntags-SEHNSUCHT“?

Sehnsucht nach einem Tag der Unterbrechung, Zeit zum Ausruhen, für Gemeinschaft, zur Erholung, für das, was ich gerne tue, wozu ich aber oft nicht komme….. 

Sehnsucht nach Gott, nach der gemeinsamen Feier unserer Erlösung durch Jesus Christus, nach Hören der Frohen Botschaft, nach gemeinsamen Singen und Beten, nach Begegnungen, nach der Begegnung mit Christus im Heiligen Brot, nach Segen, nach Neu-Gesendet-Werden in die Welt hinein, um Segen zu bringen…

Jetzt ist uns allen eine Zeit der Unterbrechung angeordnet - und das ist sinnvoll und verantwortungsvoll - es geht um Leben (schauen wir nur nach Italien)!

Ich sehne mich (mit vielen anderen) nach dem Tag, an dem wir wieder gemeinsam uns treffen und Gottesdienste feiern können.

Bis dahin halte ich diese Sehnsuch hoffnungsvoll lebendig und sie hält mich lebendig.

In einem Psalm heißt es: „Meine Seele dürstet nach dir, dem lebendigen Gott!“

Diese Sehnsucht kann und will Gott jetzt schon und gerade in diesen Tagen ganz persönlich stillen - und deswegen bete ich Zuhause (alleine und mit der Pfarrhausgemeinschaft) - im Vetrauen:

Gott ist da, er ist vertraut mit mir und meinem Innersten, er hat Sehnsucht nach mir und will meine Sehnsüchte stillen. Stellvertretend halte ich ihm die Sehnsüchte so vieler Menschen rund um die Erde hin und schließe Euch und Sie in mein Gebet mit ein - und IHR bitte auch mich und uns und andere.

„Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand!“

 Ihr/Euer Gerd Greier

 Passende Gebete und Lieder zur Sehnsucht aus dem Neuem Gotteslob sind: 616 1+2; 814; 820

Impuls zum Evangelium vom 4. Fastensonntag: Joh 9,1-41 https://www.erzabtei-beuron.de/schott/schott_anz/index.html?datum=2020-03-22

In Würzburg gibt es ein Café, wo man im ersten Stock vor einer Glaswand sitzt und schön das Geschehen auf dem Marktplatz beobachten kann. Da oben war ich vor ein paar Wochen gesessen. Dabei habe ich die Leute beobachtet, die da unten vorbeigegangen sind: Junge Studenten, die von ihren bescheidenen Zimmern in der Pleich kamen und raschen Schrittes zur Uni liefen; ein Herr mittleren Alters schob eine Frau im Rollstuhl vor sich her; ein Einzelner, offenbar Verwirrter, predigte laut zu Leuten, die gar nicht da waren; eine junge Frau, die nicht sehen konnte, ging überraschend schnell über die Straße, wo eben noch die Straßenbahn vorbeifuhr.

Ich dachte mir: Das Leben passt in keine Schablone! Wer denkt nach? Wer fragt nach dem Sinn? Wer hinterfragt die Plausibilitäten, die uns die Werbeplakate vom Leben vorgaukeln?

Der Blinde in Joh 9 wird uns nicht mit Namen vorgestellt. Vielleicht, weil er für uns alle steht: Der Blinde wird durch die Begegnung mit Jesus zum Sehenden – nicht nur vordergründig, sondern in einem noch tieferen Sinn werden ihm die Augen geöffnet. Und zwar gerade durch die Auseinandersetzung mit den Skeptikern, die an ihm herummäkeln, ihn als „Asi“ ansehen. Erst sagt er: „Ich weiß es nicht“, wer mich geheilt hat. Dann vermutet er: „Er ist ein Prophet“. Als nächstes wird er ironisch: „Ob er (Jesus) ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe… Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden?“ Schließlich bricht es aus ihm heraus: „Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.“

Der Evangelist fasst den unerhörten Rollentausch in die Worte, indem er Jesus sagen lässt: „Um zu richten bin ich in diese Welt gekommen: damit die nicht Sehenden sehen und die Sehende blind werden. – Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind?“ – Man würde erwarten, dass Jesus nun antwortet: „Genau! Ihr habt es erfasst! Ihr seid blind und merkt es nicht!“ Aber die Antwort lautet anders: „Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.“

Weg von der Täuschung – hin zum richtigen Sehen, durch die Begegnung mit Jesus! Ob nicht die gegenwärtige Krise im Zusammenhang mit dem Corona-Virus manchem die Augen öffnen könnte? Manchen Selbstbetrug entlarven könnte? Was ist das Leben? Was ist sicher, was ist Illusion? – Ich trinke meinen Kaffee und denke darüber nach.

Edwin Ziegler, Pfarrer

als PDF Fastensonntag_4_Impuls.pdf

Trotzdem oder gerade deshalb spenden ...

Misereor 2020

Das Corona-Virus hat MISEREOR empfindlich getroffen: zahlreiche Veranstaltungen mussten kurzfristig abgesagt werden.

Dies ist für alle, die Zeit und Herzblut in die Fastenaktion investiert haben, keine einfache Zeit. Für MISEREOR ist es eine schwierige Situation, da ein beträchtlicher Teil der Spenden in dieser so wichtigen Sammelzeit verloren geht.

Deshalb rufen wir Sie auf, die Arbeit von MISEREOR gerade jetzt zu unterstützen. 

MISEREOR kümmert sich in diesem Jahr besonders um die Menschen in Syrien und im Libanon. Der Krieg in Syrien geht schon in das 9. Jahr (!). Der benachbarte Libanon nimmt Flüchtlinge auf, doch die Flüchtlingslager platzen aus allen Nähten. Mit Pontifical Mission bietet MISREREOR allen Geflüchteten im Libanon Fortbildungskurse und Schulunterricht an, damit Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche eine Zukunftsperspektive haben.

  • 60 € schenken 10 Schulkindern vier Wochen lang ein gesundes Frühstück.
  • 87 € sorgen dafür, dass 1 Kind einen Monat lang zur Schule gehen und lernen kann.
  • 225 € ermöglichen die therapeutische Hilfe für 3 trauma-tisierte Flüchtlingsfamilien für 4 Wochen.

Lassen Sie uns in dieser Zeit der Sorge die Menschen in Syrien und den Libanon nicht vergessen. Sie haben alles verloren, was ein Leben in Sicherheit und Würde ausmacht.
Ihnen möchte MISEREOR weiterhin beistehen - mit Ihrer Hilfe.

Ihre Spende können Sie auf folgendes Konto überweisen:
IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10

Oder Sie werfen Ihren Spendenbetrag im Briefkasten des Pfarr-büros ein: Hartmannstraße 4, 97688 Bad Kissingen
(Bitte vermerken Sie, ob Sie eine Spendenquittung benötigen.)

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Mittragen in dieser besonders schwierigen Situation!

Ihr Seelsorgsteam

Misereor_in_Corona-_Zeiten_-_Homepage.pdf

Ausgangsbeschränkung deshalb sind unsere Kirchen noch geöffnet.

Bleibt offen Liebe Schwestern und Brüder,

da es sich noch nicht um eine totale Ausgangssperre, sondern um Ausgangsbeschränkungen handelt,

dürfen Seelsorge und sonstige Berufliche Tätigkeit, auch die Bewegung an der frischen Luft,

unter den in der Allgemeinverfügung genannten Einschränkungen immer noch sein.

Deshalb darf man auch beim Spazier- oder Besorgungsgang kurz in eine Kirche und z.B. beten.

Deshalb sind noch alle Kirchen in unserer PG offen.

Bitte beachten Sie alle Hinweise und Vorschriften, damit es nicht zu eine Ausgangssperre kommt.

Bleiben Sie und ihre Lieben gesund.

 

Türen PG

 

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