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Trotzdem oder gerade deshalb spenden ...

Misereor 2020

Das Corona-Virus hat MISEREOR empfindlich getroffen: zahlreiche Veranstaltungen mussten kurzfristig abgesagt werden.

Dies ist für alle, die Zeit und Herzblut in die Fastenaktion investiert haben, keine einfache Zeit. Für MISEREOR ist es eine schwierige Situation, da ein beträchtlicher Teil der Spenden in dieser so wichtigen Sammelzeit verloren geht.

Deshalb rufen wir Sie auf, die Arbeit von MISEREOR gerade jetzt zu unterstützen. 

MISEREOR kümmert sich in diesem Jahr besonders um die Menschen in Syrien und im Libanon. Der Krieg in Syrien geht schon in das 9. Jahr (!). Der benachbarte Libanon nimmt Flüchtlinge auf, doch die Flüchtlingslager platzen aus allen Nähten. Mit Pontifical Mission bietet MISREREOR allen Geflüchteten im Libanon Fortbildungskurse und Schulunterricht an, damit Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche eine Zukunftsperspektive haben.

  • 60 € schenken 10 Schulkindern vier Wochen lang ein gesundes Frühstück.
  • 87 € sorgen dafür, dass 1 Kind einen Monat lang zur Schule gehen und lernen kann.
  • 225 € ermöglichen die therapeutische Hilfe für 3 trauma-tisierte Flüchtlingsfamilien für 4 Wochen.

Lassen Sie uns in dieser Zeit der Sorge die Menschen in Syrien und den Libanon nicht vergessen. Sie haben alles verloren, was ein Leben in Sicherheit und Würde ausmacht.
Ihnen möchte MISEREOR weiterhin beistehen - mit Ihrer Hilfe.

Ihre Spende können Sie auf folgendes Konto überweisen:
IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10

Oder Sie werfen Ihren Spendenbetrag im Briefkasten des Pfarr-büros ein: Hartmannstraße 4, 97688 Bad Kissingen
(Bitte vermerken Sie, ob Sie eine Spendenquittung benötigen.)

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Mittragen in dieser besonders schwierigen Situation!

Ihr Seelsorgsteam

Misereor_in_Corona-_Zeiten_-_Homepage.pdf

Ausgangsbeschränkung deshalb sind unsere Kirchen noch geöffnet.

Bleibt offen Liebe Schwestern und Brüder,

da es sich noch nicht um eine totale Ausgangssperre, sondern um Ausgangsbeschränkungen handelt,

dürfen Seelsorge und sonstige Berufliche Tätigkeit, auch die Bewegung an der frischen Luft,

unter den in der Allgemeinverfügung genannten Einschränkungen immer noch sein.

Deshalb darf man auch beim Spazier- oder Besorgungsgang kurz in eine Kirche und z.B. beten.

Deshalb sind noch alle Kirchen in unserer PG offen.

Bitte beachten Sie alle Hinweise und Vorschriften, damit es nicht zu eine Ausgangssperre kommt.

Bleiben Sie und ihre Lieben gesund.

 

Türen PG

 

Liebe Besucher/innen unserer Homepage!

 Aufgrund der aktuellen Lage durch das Coronavirus die wichtigsten Informationen:

  • Alle gottesdienstlichen Versammlungen in unseren Kirchen entfallen ab dem 17. März bis vorerst einschließlich 19. April 2020.

  • Wir haben uns schon Gedanken gemacht, wie wir im Gebet verbunden bleiben können: Jeden Sonntag um 11:00 läuten die Glocken und laden Zuhause zum Gebetsnetz ein (Impulse dazu finden Sie rechtzeitig auf der Homepage und in der Zeitung).

  • Das tägliche Gebetsläuten kann auch zum Beten füreinander erinnern.
  • Zusätzlich gibt es ein vielfältiges Angebot:
  • Unsere Kirchen sind bis auf weiteres geöffnet für ein persönliches Gebet.
  • Beisetzungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden, der Trauergottesdienst ist gleich auf dem Friedhof, NICHT in der Kirche.
  • Auch die Gottesdienste zu den Kar- und Ostertagen können nicht öffentlich gefeiert werden - auch da machen wir uns schon Gedanken.
  • Alle Treffen, Gruppenstunden, Sitzungen etc. müssen entfallen - unsere Pfarrheime bleiben geschlossen.
  • Die Pfarrbüros sind für den Publikumsverkehr geschlossen; sie sind zu den üblichen Zeiten telefonisch erreichbar.
  • Ebenso sind wir Seelsorger/innen für Sie telefonisch und per Email ansprechbar.
  • In Notfällen (Krankensalbung) kommen wir zu Ihnen, soweit möglich; andere Hausbesuche können zur Zeit zum Schutz für uns alle nicht stattfinden.
  • Alle Erstkommunionfeiern im April und Mai und die Firmung im Juni sind abgesagt; weitere Entscheidungen können aktuell noch nicht getroffen werden.
  • Falls Sie konkrete Hilfe brauchen - dann melden Sie sich bitte im Pfarrbüro oder beim Team „Eine Stunde Zeit füreinander
  • Gabriele Makowka 0971 / 4449 oder Elisabeth Wagner 0971 / 5423

Halten wir heute voneinander Abstand - damit wir uns morgen wieder umarmen können“ (Bundespräsident Steinmeier)

Abstand halten bedeutet aber nicht, doch füreinander dazusein (im Gebet, mit einem Anruf; mit Einkaufshilfen….)

Und beten wir mit- und füreinander.

Ihr Seelsorgeteam

Angebote vom Bistum Würzburg:

 Infoseite und Hotline der Diözese Würzburg zum Coronavirus: https://www.bistum-wuerzburg.de/index.php?id=5072

 Internetseelsorge Diözese Würzburg und Internetseelsorge.de (Mailkontakt zu verschiedensten Seelsorgerinnen, die Ihnen antworten und Sie begleiten): https://www.internetseelsorge.de

und dort spezielle Hinweise "Online gemeinsam glauben in Zeiten des Coronavirus ..." (Angebote im Moment, die bestimmt noch erweitert werden): https://www.internetseelsorge.de/index.php?id=261&fbclid=IwAR1poFU8V_VEdNPReBbdPhTIVFSOvAJCCfb3_F3xj4G8vSCH1cH7IQtOHKg

 Netzgemeinde DA_ZWISCHEN: https://netzgemeinde-dazwischen.de/moechtest-du-mehr-da_zwischen-in-corona-zeiten/#more-3747

Jeden Tag versenden wir auf verschiedenen Messengern einen guten Gedanken, eine Idee für eine gute Tat, einen Bibelvers oder Gebet. Also etwas das dir Mut macht und dein Herz für dich und andere stärkt.

 Und dann gibt es natürlich noch ganz viele praktische Ideen:

  • Sich zu bestimmten Zeiten zu Meditation und Gebet "verabreden"
  • Telefonischen Kontakt halten zu Menschen, von denen ich weiß, dass sie alleine sind
  • Bibelteilen per Videokonferenz ...
  • Einen Brief (von Kindern vielleicht auch ein Bild) ans Seniorenheim/Krankenhaus/Hospiz schicken an die Menschen, die nicht mehr besucht werden (können)
  • und noch viel mehr ....

Zum Nachdenken/zum Beten:

Mögen wir, denen es lediglich Unannehmlichkeiten bereitet, an diejenigen denken, deren Leben auf dem Spiel steht. Mögen wir, die wir keine Risikofaktoren haben, an diejenigen denken, die am meisten gefährdet sind. Mögen wir, die wir den Luxus haben, von zu Hause aus zu arbeiten, an diejenigen denken, die sich zwischen der Erhaltung ihrer Gesundheit und der Bezahlung ihrer Miete entscheiden müssen. Mögen wir, die wir die Flexibilität haben, uns um unsere Kinder zu kümmern, wenn ihre Schulen geschlossen sind, an diejenigen denken, die keine Wahl haben. Mögen wir, die wir unsere Reisen absagen müssen, an diejenigen denken, die keinen sicheren Ort haben, an den sie gehen können. Mögen wir, die wir im Tumult des Wirtschaftsmarktes unsere Gewinnspanne verlieren, an diejenigen denken, die überhaupt keine Gewinnspanne haben. Mögen wir, die wir uns zu Hause in einer Quarantäne einrichten, an diejenigen denken, die kein Zuhause haben. Wenn die Furcht unser Land erfasst, lasst uns die Liebe wählen. In dieser Zeit, in der wir uns nicht körperlich in die Arme schließen können, lasst uns Wege finden, die liebende Umarmung Gottes für unsere Nächsten zu sein. Amen

Info_Homepage_Corona.pdf

Die weiteren  Exerzitientreffen wurden abgesagt. Die Teilnehmer*innen, die dies ja bereits telefonisch erfahren haben, mögen  die beiden letzten Wochen entsprechend

den Unterlagen, die sie per Mail oder persönlich erhalten haben, gestalten.

So bald es möglich sein wird, werden wir uns noch einmal treffen und unsere Erfahrungen austauschen. Auch einen Gottesdienst wird Pfarrer Greier dann mit uns feiern.

Wie gewünscht, können Sie den

"Waldspaziergang", den Text mit Bild, einsehen, den Frau Petrik

zur 1. Woche verfasst hat.

Allen Gottes Segen in diesen schwierigen Zeiten!!

Herzlich Eva Maria Petrik

Waldspaziergang.pdf

 

Corona-Virus:

Empfehlungen zum Verhalten im Gottesdienst

Da der Corona-Virus hochansteckend ist, liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich und andere vor Ansteckung zu schützen. Zudem ist das Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen zum Schutz aller.

Mittlerweile hat unser Bischof zusammen mit den Verantwortlichen im Bischöflichen Ordinariat folgende Maßnahmen angeordnet:

Bischof Franz hat von der Sonntagspflicht dispensiert. Das soll vor allem älteren Menschen und Menschen, die einer Risikogruppe angehören, den Gottesdienst am Fernsehen zu Hause mitzufeiern.

Für die Kirche gilt bis auf weiteres:

  • Bitte halten Sie zu Ihrer Nachbarin oder Ihrem Nachbarn genügend Abstand
  • Mundkommunion wird nicht mehr verteilt
  • Bitte reichen Sie sich nicht die Hand bei der Begrüßung und beim Friedensgruß;
  • Nießen Sie bitte in die Armbeuge
  • Bringen Sie bitte Ihr eigenes Gotteslob mit zur Kirche.
  • Für die Kollekte steht ein Körbchen an den Türen.
  • Waschen Sie sich vor und nach der Versammlung die Hände zu waschen.
  • Das Weihwasser haben wir ebenfalls vorsichtshalber entfernt.
  • Gottesdienste in Seniorenheimen finden vorerst nicht statt.
  • Taufen, Trauungen und Trauerfeiern sollen nur im engsten Kreis stattfinden!

Wir wollen mit unserem Verhalten auch außerhalb des Gottesdienstes dazu beitragen, damit mögliche Übertragungswege eingeschränkt werden und Leben und Gesundheit anderer nicht gefährdet wird.

Ihre Seelsorgerinnen und Seelsorger Corona Stand 13.03.2020aus dem Pastoralen Raum Bad Kissingen

Das für Do. den 02.04.2020 im Rossini - Saal geplante Ereignis:

Markus der Löwe eine Botschaft in Bildern,

Nachholtermin wird bekannt gegeben

und der Flohmarkt am 4.4.2020 entällt auch.

Wir bitten um Beachtung.

Wir bitten darum 

Corona-Virus: Empfehlungen zum Verhalten im Gottesdienst

Da der Corona-Virus hochansteckend ist, liegt es in der Verantwortung jedes Einzelnen, sich und andere vor Ansteckung zu schützen.

Gemäß einer Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz bitten wir deshalb alle Mitfeiernden, bis auf weiteres

  • auf die Mundkommunion zu verzichten;
  • sich nicht die Hand zu reichen bei der
  • Begrüßung und beim Friedensgruß;
  • in die Armbeuge zu nießen;
  • sich vor und nach der Versammlung die Hände zu waschen.

Das Weihwasser haben wir ebenfalls vorsichtshalber entfernt.

Wir wollen mit unserem Verhalten auch außerhalb des Gottesdienstes dazu beitragen, damit mögliche Übertragungswege eingeschränkt werden und Leben und Gesundheit anderer nicht gefährdet wird.

Die Seelsorger/innen des Past. Raums Bad Kissingen

Corona Virus

Seit 2001 exisitiert auf Initiative von Pfarrer Georg Hirschbrich im ehemaligen Klostergebäude das kleine Döpfner Museum

und vermittelt einen Eindruck vom Wirken des berühmtesten Sohnes von Hausen (Bad Kissingen). Hier ging Julius Döpfner in den Kindergarten und in die Grundschule.

Auch einer seiner letzten Brief ging nach Hausen, er kam an Döpfners Todestag, dem 24. Juli 1976 im Pfarrhaus an.

https://www.katholischekirchebadkissingen.de/angebote-und-mehr/angebote-und-mehr#kardinal-d%C3%B6pfner-museum-hausen

Museum Flyer

Am Sonntagabend ging es los, die Haltestelle in Arnshausen.

Spurwechsel ... !?

Miteinander in der Fastenzeit mit Impulsen und meditativer Musik.

Jeden Fastensonntag um 19 Uhr in der Pfarrkirche Arnshausen.

Der Besuch lohnt sich, Stimmung, Licht, Musik, Gedanken ...

An folgenden Sonntagen findet die Haltestelle statt:

1., 8., 15.,  und 29. März.

Haltestelle

 

Hier finden Sie das Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2020

von unserem Bischof Dr. Franz Jung

Hirtenwort_2020_Fastenzeit.pdf

Hirtenwort zur österlichen Bußzeit 2020

Liebe Schwestern und Brüder,

Die drei Punkte zur Erneuerung des Glaubens

Herr Bischof, wovon versprechen Sie sich eine Erneuerung des Glaubens? So werde ich oft gefragt. Auf diese Frage antworte ich gerne mit dem Hinweis auf drei Punkte, die mir für Glauben und Kirche wesentlich erscheinen. Das erste ist die Praxis des Gebets, nämlich eine vertiefte Einübung in das, was kontemplatives Beten auszeichnet. Das zweite ist die Glaubensunterweisung an den Brennpunkten des Lebens neben den Erstkommunion- und Firmkatechesen. Das dritte ist der Dienst an den Armen und das Bemühen, Seelsorge und Caritas enger miteinander zu verbinden.

Das kontemplative Beten

In meinem diesjährigen Fastenhirtenbrief möchte ich den ersten Punkt vertiefen: das kontemplative Beten. Kontemplativ beten heißt, täglich alle Erfahrungen unseres Lebens vor Gott zu bringen und sie von ihm her verstehen und leben zu lernen. Was es damit auf sich hat, lässt sich am Eröffnungsvers zum Ersten Fastensonntag aus Psalm 91 (Ps 91,15-16) verdeutlichen. Er lautet:

Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.

Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.

Ich sättige ihn mit langem Leben und lasse ihn mein Heil schauen.

Diesen Vers möchte ich gerne mit Ihnen bedenken, um zu erläutern, was kontemplativ Beten meint.

Leben in der Gegenwart Gottes

„Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.“ Eine wunderbare Verheißung spricht Gott dem Beter zu. Sein Gebet wird nicht ungehört verhallen, wenn er sich denn dazu aufrafft, den Herrn anzurufen. Alles Beten beginnt damit, den Herrn anzurufen. Das bedeutet, sich bewusst in die Gegenwart Gottes zu versetzen. Das ist der erste und wichtigste Schritt auch zu einem kontemplativen Beten. Er verlangt uns die Entscheidung ab, sich täglich bewusst eine Zeit der Stille zu reservieren. Erfahrungsgemäß wird es eine Zeit am Morgen sein vor der Geschäftigkeit des Alltags.

Das Anrufen des Herrn zeigt sich in der Bereitschaft, Gott in meinem Leben zu Wort kommen zu lassen und ihm in meinem Alltag Raum zu geben. Das ist gar nicht so einfach. Denn einerseits sehnen sich viele Menschen nach Ruhe und Innerlichkeit. Die Arbeitsverdichtung und tägliche Informationsflut, die Beschleunigung und die vielfältigen Rollenerwartungen überfordern uns. Aber wenn wir dann bewusst in die Stille gehen wollen, fühlen wir uns oftmals überfordert. Vielen Menschen fällt es schwer, längere Zeit in der Stille zu verharren.

Das Evangelium des Ersten Fastensonntags erzählt, wie Jesus vor seinem öffentlichen Wirken vom Heiligen Geist in die Wüste geführt wird (Mt 4,1). Die Wüste wird für Jesus zu einem Raum der Stille. In der Zeit des heiligen Übergangs, in den heiligen vierzig Tagen, hält Jesus dieser Stille stand. Der Heilige Geist hilft dem Gottessohn, ganz in der Gegenwart Gottes zu leben. Kontemplatives Beten beginnt damit, dass wir uns nach dem Vorbild Jesu der Führung des Geistes Gottes anvertrauen.

Er ruft uns in die Stille und verleiht uns die Kraft, der Stille standzuhalten. Denn in der Stille beginnt Gottes Geist in uns zu beten, der seit unserer Taufe in uns wirkt und uns mit Gott verbindet.

Der innere Lärm in der Stille

„Ich bin bei ihm in der Not, befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.“ Es gehört zu bedrängenden Erfahrungen der Beter aller Zeiten, dass sie erst in der Stille des inneren Lärms gewahr werden. Eine Vielfalt von Gedanken bedrängt uns. Darunter finden sich Erinnerungen, Gefühle, unerledigte Aufgaben, Verletzungen und Sehnsüchte. Was im Alltag keinen Platz hatte, drängt jetzt gewissermaßen aus den Tiefen des Herzens an die Oberfläche. Das kann sehr verwirrend sein. Mitunter ist es auch schmerzlich. Denn es zeigt uns, wieviel wir noch an Unerlöstem mit uns schleppen und wie vieles in unserem Leben noch der Klärung bedarf.

Diese Erfahrung ist auch Jesus nicht erspart geblieben. Die drei Versuchungen durch den Teufel zeigen beispielhaft die Art der Gedanken, die uns in der Stille überkommen. Die erste Versuchung besteht darin, den Menschen bei seinen materiellen Bedürfnissen zu packen und ihn von Gott abzuziehen. Die zweite Versuchung zielt auf die emotionale Seite unseres Menschseins und die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, für die Gott herhalten soll. Die dritte Versuchung spielt auf der geistigen Ebene mit den Allmachtsphantasien der Menschen: einmal gottgleich zu sein, um so andere zu beherrschen. Ein Zerrbild dessen, was Reich Gottes meint.

Keinem von uns sind diese Gedanken fremd. Wir kennen die Fixierung auf materielle Güter genauso wie die Sehnsucht nach Anerkennung und den Wunsch, sich durchsetzen zu können mit Macht.

„Ich bin bei ihm in der Not“, sagt der Psalmist. Wir können diesen Vers so verstehen, dass Jesus bei uns ist in unserer Not. Er kennt unsere Versuchungen, weil er sie selbst durchlitten hat. Kontemplatives Beten bedeutet, mit Jesus diese inneren Strebungen wahrzunehmen. Zu wissen, was im eigenen Herzen noch an unerlösten Gedanken und Wünschen schlummert. Die Betrachtung der Heiligen Schrift kann uns helfen, wie Jesus dem Versucher mit einem Schriftwort zu begegnen, das uns leitet, tröstet und Halt schenkt.

Der Psalmvers fährt fort mit den Worten „ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.“ Mit Jesus geht es darum, diesen Gedanken nicht nachzugeben. Sie sind wahrzunehmen als Ausdruck unserer Bedürftigkeit. Es gilt aber, die Sehnsucht unseres Herzens immer neu auf Gott hin auszurichten, ohne in diesen Gedanken hängen zu bleiben. Denn Gott allein vermag die Sehnsucht unseres Herzens zu stillen. Nur in ihm sind wir liebenswert. Nur durch ihn lernen wir, einander zu dienen anstatt übereinander zu herrschen. Das ist ein Prozess innerer Läuterung und Reinigung. Ein Prozess, an dessen Ende auch die Versöhnung mit Gott stehen kann wie beispielsweise im Empfang des Bußsakramentes. So bringt der Geist uns immer neu zu Ehren und erneuert unsere Würde als Kinder Gottes, als Schwestern und Brüder Jesu Christi.

Die Verheißung ewigen Lebens

Der dritte Satz unseres Eröffnungsverses beschreibt den österlichen Sieg über die Macht des Bösen. „Ich sättige ihn mit langem Leben.“ Wo das Geschöpf zum Schöpfer zurückfindet und der Mensch in Gott zur Ruhe kommt, wird er satt an langem Leben.

Dabei bedeutet die Formulierung „langes Leben“ nicht, einfach nur viele Jahre zu leben. „Langes Leben“ bezieht sich auf die Lebensqualität. Es bedeutet, dass der Mensch aus der Vereinigung mit Gott Allem Tiefe abzugewinnen vermag. Er lebt nicht mehr an der Oberfläche. In Allem, Guten wie Bösen, dringt er auf den Grund vor, auf Gott selbst. Er sucht nicht mehr die Gaben, sondern den Geber alles Guten und mit ihm das ewige Leben.

Nicht umsonst fährt der Psalmist fort mit den Worten „Ich lasse ihn mein Heil schauen.“ Die Kontemplation bezeichnet diese Schau des Heils. Denn der kontemplative Beter sieht mit den Augen der Hoffnung, dass Gott alles zum Heil zu wandeln vermag. Wer kontemplativ betet, bleibt nicht stehen. Er streckt sich immer neu nach Gott aus und nach seiner Fülle, „die alles übersteigt, was wir erbitten oder uns ausdenken können“ (Eph 3,19.20). Diese Veränderung kommt im Evangelium dadurch zum Ausdruck, dass am Ende der Teufel den Engeln weichen muss. Die Engel, die am Throne Gottes stehen und das Heil schauen, sind der Inbegriff kontemplativen Betens und die wahren Mittler zum Heil (Mt 4,11).

Veränderungen durch kontemplatives Beten

Viele Menschen sehnen sich seit Jahren nach einem kontemplativen Zugang zum Beten und zum Christsein. Hierfür gibt es zahlreiche Initiativen in unserem Bistum. Dazu zählen Angebote in einzelnen Gemeinden, in unseren Bildungshäusern, bei unseren Ordensgemeinschaften und Verbänden, für die ich sehr dankbar bin.

Jenseits der persönlichen Bemühungen um die Vertiefung des Gebetslebens wünsche ich mir für die kommenden Jahre für unser Bistum als Ganzes einen erneuerten Zugang zum kontemplativen Beten. Denn kontemplatives Beten führt in die Wirklichkeit des eigenen Lebens und es führt zu Gott. Es ist die tiefste Form der Berufungspastoral. Nur wer etwas erfahren hat, wer gelernt hat, die Fülle Gottes ansatzweise zu schauen in seinem Leben, der ist auch bereit, diesem Gott zu dienen.

Kontemplation ist eine Haltung und kein Tun. Beim kontemplativen Beten geht es nicht darum, etwas zusätzlich zu machen, sondern die Dinge anders zu machen. Diese innere Haltung, nämlich aus Gott und von Gott her zu leben und unser Leben zu meistern, gilt es in den kommenden Jahren zu stärken.

Sie kann eingeübt werden in Gottesdiensten, die Elemente der Stille enthalten. So können das Wort Gottes und die gottesdienstliche Feier in unseren Herzen nachhallen.

Die Haltung der Kontemplation ist bedeutsam für unsere Sitzungskultur. Statt in Sitzungen hineinzustolpern, legt sie eine Zeit der Stille für den Beginn nahe. So wird es möglich, einander wirklich zuzuhören und hinzuhören, was Gott uns sagen möchte. Das gilt für den Synodalen Weg genauso wie für die Beratungen zur Zukunft unseres Bistums.

Die Haltung der Kontemplation ist heilsam für unsere Konfliktkultur. Sie erlaubt, Konflikte ungeschönt wahrzunehmen, sie auszuhalten und konstruktiv nach Lösungen Ausschau zu halten.

Die Haltung der Kontemplation unterstützt uns auch bei unserem Bemühen um neue Formen der Seelsorge. Statt eingefahrene Programme fortzuführen, ermöglicht der kontemplative Blick, von Gott her die aktuellen Nöte der Menschen zu sehen. Altes ist zu lassen, Neues zu erproben.

Die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe der Liebe Christi erkennen

Der Weg kontemplativen Betens ist ein lebenslanger Übungsweg. Er beginnt jeden Tag neu. Über ihm steht die Verheißung unseres diesjährigen Bistumsmottos aus dem Epheserbrief:

„Die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe der Liebe Christi erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt.“

Es geht darum,

in der Länge mit der nötigen Ausdauer diesen Weg kontemplativen Betens zu beginnen;

auf diese Weise die Wirklichkeit unseres Lebensalltags in ihrer ganzen Band-Breite wahrzunehmen;

die bedrängenden Tiefen unseres Lebens auszuloten und anzunehmen, ohne darin unterzugehen;

und unser Herz immer wieder neu in die Höhe zu Gott zu erheben und uns von ihm her neu ausrichten, läutern und senden zu lassen.

Das wünsche ich Ihnen und uns allen von ganzem Herzen.

Und so segne und begleite Sie in diesen Tagen der österlichen Bußzeit der dreieine und gute Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Würzburg, am Ersten Fastensonntag 2020

Dr. Franz Jung

Bischof von Würzburg

Der zukünftige Raum Bad Kissingen arbeitet ja schon zusammen,

deshalb sind wir jetzt auch Online auf INSTAGRAM zu finden

und es gibt immer wieder Bilder aktuell z.B. die 20 Kirchen und INFOS.

Gerne können Sie uns folgen 

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Instagram

Faschingsgottesdienst mit Predigt in Versform

Am Sonntag, den 23. Feburar, dem 7. Sonntag und so gleich Faschingsonntag gab es einen besonderen Gottesdienst in der Herz Jesu Kirche zu Bad Kissingen,

Bilder, Impressionen und die Predigt hier: 

Predigt_2020_für_Homepage.pdf

Schlussgedanken_Faschingsgottesdienst_2020.doc

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